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    <item>
      <title>Das Ende der Einzelstücke</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Applaus, Applaus! Heike Feist und Andreas Nickl begeisterten das
Heidelberger Publikum mit ihrer Stückentwicklung „Schöner
Scheitern mit Ringelnatz“.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Nun räumen wir das Bühnenbild
auf, holen die Scheinwerfer aus dem Gebälk und kehren das letzte
Konfetti von der Bühne. 
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Dass die heutige Vorstellung
ursprünglich für die Eröffnung der Heidelberger Theatertage 2020
gedacht war und den Auftakt zum zweiwöchigen Fest des freien
Theaters bilden sollte, ist längst vergessen. Vielfach wurde
umgeplant, neu kalkuliert, verändert und verkleinert. Mit der
biografischen Erzählung von Hans Bötticher, besser bekannt als
Joachim Ringelnatz, endeten die EINZELSTÜCKE 2020 abrupt.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Die
Bühne wird von nun an leer bleiben. Vereinzelte Konfettischnipsel
werden weiterhin in den Ritzen sitzen und darauf warten von
Schauspieler*innen, Musiker*innen, Kabarettist*innen etc. aus ihrem
Versteck gerüttelt zu werden.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Mit den
EINZELSTÜCKEN konnte das Team um den Freien Theaterverein Heidelberg
e.V. und das Kulturhaus Karlstorbahnhof ihr Theaterfestival in
neuartiger Form, zielgerichtet auf die Anforderungen des sicheren
Veranstaltungsbetriebs in Pandemiezeiten, erfolgreich an den Start
bringen. 
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
In enger Absprache mit den Künstler*innen,
unterstützt von der Stadt Heidelberg und durch vorbildliches
Einhalten der stetig verschärften Hygieneregeln durch das Publikum
war es möglich ausgewählte Soloproduktionen aus Heidelberg, Berlin,
St. Vith und Karlsruhe im Saal des Karlstorbahnhofs zu präsentieren.

    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Ein Lichtblick für freie Kulturschaffende und
Veranstaltungshäuser, die detaillierte Hygieneregeln ausarbeiteten,
unter Kraftanstrengungen kalkulierten und entsprechend auch Gagen neu
vereinbarten.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
So konnte das Festival am 3. Oktober mit „Heimat
Wort“, einer Produktion von Meriam Bousselmi und Miriam Lemdjadi
über die Kraft der Poesie eröffnet werden, in deren Mittelpunkt
Gedichte der Heidelberger Autorin Hilde Domin stehen.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Schon die
zweite Veranstaltung im Rahmen der EINZELSTÜCKE führte dem
Festivalteam vor Augen, wie schwierig der Veranstaltungsbetrieb im
Herbst werden würde.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Das kurzfristig angekündigte
Beherbergungsverbot überraschte und machte die Anreise des Berliner
Schauspielers Winfried Peter Goos unmöglich. Seine Solo „Der Mann
ohne Brückenkopf“ musste entfallen.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Umso größer war nun die
Freude als die Nachrichten des Ensembles des AGORA Theaters in
Heidelberg eingingen und die Testergebnisse alle Beteiligten am
Mittag des Vorstellungstages schließlich Vorlagen. „Cuts, Pieces
and Sounds – Geschichten einer Stimme“ konnte schließlich vor
dem Heidelberger Publikum am 14. Oktober seine Aufführung feiern. So
auch das Gastspiel des marotte Torunee Ensembles aus Karlsruhe.
Sebastian Kreutz präsentierte seine von bemerkenswertem
Zusammenklang von Schauspiel und Figurentheater getragene Produktion
von „Adams Äpfel“. Das Festivalpublikum quittierte diese mit
viel Applaus und einen angeregten Nachgespräch.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Trotz sozialer
Distanz schafften die stets anschließenden Gespräche die Nähe zu
den Künstler*innen, die die Theatertage sonst so besonders
machen.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Wir bedauern, dass wir das Theater Fletch Bizzel aus
Dortmund und die soMermaids aus Berlin nicht mehr bei uns begrüßen
dürfen und hoffen auf ein baldiges persönliches Kennenlernen bzw.
Wiedersehen hier in Heidelberg. 
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Stellvertretend für die vielen
freien Kulturschaffenden wünschen wir euch alles Gute.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Wir möchten
allen Künstler*innen, Zuschauer*innen, Techniker*innen und
Mitarbeiter*innen für Ihre Kooperation und Professionalität im
Umgang mit der schwierigen Situation danken.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Uns allen toi,
toi, toi für die nun anstehenden Wochen.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Eure Heidelberger
Theatertage
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Kai Sauter,
28.10.2020
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 08 Nov 2020 15:15:20 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gibst du mir einen Kuss?</title>
      <link>https://www.theaterverein-hd.de/gibst-du-mir-einen-kuss2b181422</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  22. Heidelberger Theatertage starten intensiv und emotionsreich



                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/832597cd55954dd2a45891572dac34f6/dms3rep/multi/07.11._TiKK_TT19_+Kuss_2.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
»Gibst du mir einen Kuss?« fragt der Protagonist im Laufe des
Stückes immer wieder. Für den jungen Anton ist die Frage ein Ruf
nach mütterlicher Zuneigung, für den erwachsenen Antonio steht sie
für die Sehnsucht nach Akzeptanz und vielleicht auch romantischer
Liebe. Ungeachtet seines Alters bittet der Protagonist jedoch auch
nach der Anerkennung seiner Menschlichkeit, welche die Gesellschaft
ihm verweigert.  

  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Marco Michel aus Berlin verkörperte bei seinem Beitrag am 07.11.2019
für die 22. Heidelberger Theatertage 
    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
      Ein Kuss – Antonio Ligabue
    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
    
den schweizerisch-italienischen Maler Antonio Ligabue. Als
verhaltensauffälliger Waise wird dieser nach Aufenthalten in
Waisenhäusern und Psychiatrien letztendlich in das Heimatland seines
Stiefvaters abgeschoben – Italien. Als verkanntes Talent wird er
von der Gesellschaft ausgestoßen, verlacht und ausgenutzt, bis er
sich selbst aus der quälenden Umgebung zurückzieht und ein Leben in
Einsamkeit im Wald beginnt. Erst als ein anderer Maler seine Hütte
aufsucht und ihm Zugang zu seinem Atelier gewährt, erkennen die
anderen ihn für das, was er seit seiner Kindheit war: ein
künstlerisches Genie. Doch erst durch seinen Tod akzeptiert die
Gesellschaft Antonio Ligabue in ihrem Kreis und weiß selbst dann
noch sein Andenken auszunutzen – der Verlust eines Künstlers wird
zum finanziellen Gewinn jener, die nun scheinheilig voller Bedauern
seine Bilder auf den Markt bringen und ihre Taschen füllen. 

  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Marco Michels Auftritt als Antonio Ligabue ist intensiv, aufrührend
und eindringlich. Die Bilder, die er live auf der Bühne zeichnet,
sind nicht nur reine Kulisse – er malt Atmosphäre! Seine
Kohlezeichnungen sind die eindrucksvolle Verkörperung der
Charaktere, die ihn ausstoßen und beleidigen. Sie sprechen durch ihn
und seine Bilder, sie engen ihn ein und grenzen ihn aus, und das
Publikum wird ein Teil dieser Ausgrenzung. Wir, die Gesellschaft,
sitzen auf der einen Seite und starren neugierig auf jenen, der
anders ist wie auf ein wildes Tier im Wald. Dann hält uns der
Protagonist einen Spiegel vor, blendet uns und zwingt uns den Blick
abzuwenden, um dann eine andere Perspektive einzunehmen und den
Ausgegrenzten wahrzunehmen. 

  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
    
Das Theaterstück von Mario Perrotta thematisiert die Problematik der
Zugehörigkeit und der Ausgrenzung – der Kunst und des Wahnsinns;
die Erfüllung der Sehnsucht des Individuums abhängig von den
anderen:
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
»Gibst du mir einen Kuss?« – »Nächstes Mal, Anton, nächstes
Mal…«
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
      Dies
war der erste Beitrag im Rennen um den 22. Heidelberger Theaterpreis.
Wer Interesse an weiteren Beiträgen aus der ganzen Bundesrepublik
hat findet Informationen unter:

    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;u&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.theaterverein-hd.de/2019-programm"&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
          https://www.theaterverein-hd.de/2019-programm
        
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/u&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
      .

    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
      Tickets
gibt es für Studierende im Vorverkauf jeden Montag und Donnerstag
zwischen 11 und 13 im Germanistischen Seminar (Palais Boisserée) für
7€. Tickets an der Abendkasse kosten 14€ (9€ ermäßigt).
    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 10 Nov 2019 12:54:49 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>13. Iranisches Theaterfestival Heidelberg 2019</title>
      <link>https://www.theaterverein-hd.de/13-iranisches-theaterfestival-heidelberg-2019883374f0</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Hoffnung und Trauer im Exil, 40. Jahre nach der Islamischen
Revolution.



                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/832597cd55954dd2a45891572dac34f6/dms3rep/multi/Plakat_ITF_2019.png" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Mit der Verleihung des Publikumspreises am Sonntag, dem 10. Februar,
ging das fünftägige 13. Iranische Theaterfestival Heidelberg zu
Ende. Insgesamt acht Produktionen, vorwiegend in persischer Sprache,
wetteiferten um den begehrten Preis. Am meisten überzeugen konnten
das Publikum die Wettbewerbsbeiträge „Delibay und Ahoo“ sowie
„Kuk, Kul und Kouli“. Die Abstimmungsergebnisse lagen dabei so
nahe beieinander, dass Festivalleiter Gholam Allboje die Auszeichnung
in diesem Jahr zweifach vergeben musste. Damit wurden zwei
Theaterstücke mit gänzlich unterschiedlichen Themen und
Hintergründen ausgezeichnet.  Allboje, der das Festival mit seinem
Kulturverein Boje in Kooperation mit dem Freien Theaterverein
Heidelberg e.V. und den beiden Spielstätten (TiKK und Theater im
Romanischen Keller) veranstaltet, zeigte sich darüber hocherfreut.
Die Stuttgarter Theatergruppe rund um Regisseur Mehdi Tavakoli, die
mit „Delibay und Ahoo“ ihre erste gemeinsame Produktion
vorstellte, stehe für den „Nachwuchs“, so Allboje. Die jungen
Amateur-Schauspieler seien bedeutender Teil der Zukunft der
iranischen Theatercommunity in Deutschland, die sich jedes Jahr in
Köln und Heidelberg auf ihren Festivals trifft. Die überreichte
Auszeichnung ist daher gleichsam auch als Förderung der
neugegründeten Gruppe zu verstehen.	
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Mit „Kuk, Kul und Kouli“
zeichnete das Publikum des Iranischen Theaterfestivals 2019 eine
politisch brisante Produktion aus. Shole Pakravan behandelt in ihrem
fesselnden Solo, in jeweils kurzen Episoden, die Trauer von Müttern,
deren Kinder in Iran zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden und
erzählt damit von ihrem eigenen Schicksal. 2014 wurde ihre Tochter,
Reyhaneh Jabbari, trotz internationaler Proteste im Iran gehängt.
Jabbari hatte 2007 in Notwehr einen Mann erstochen, der sie sexuell
misshandeln wollte.	Das Urteil und dessen Vollstreckung sorgten
weltweit für Trauer und Empörung.¹
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Die mit Preisen bedachten Theaterproduktionen stehen damit
exemplarisch auch für das Festival und die persischer Kultur in der
Diaspora selbst: Es sind der schmerzhafte Blick zurück und der
hoffnungsvolle voraus, die sich hier immer wieder treffen.	
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Dass
politisches Statement auch vom Exil aus zum Sicherheitsrisiko werden
kann, zeigt sich deutlich beim Musiker Shahin Najafi, der in diesem
Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des ITF und zum dritten Mal im
Karlstorbahnhof zu Gast war. Seine gesellschaftspolitisch kritischen
Songs zwangen ihn, unter Androhung einer Haftstrafe, den Iran zu
verlassen. Im Zuge seiner 2012 erfolgten Veröffentlichung des Titels
„Naghi“ wird er im Iran der Blasphemie beschuldigt und seither
mit Mordaufrufen bedroht.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Sein Konzert im ausverkauften Saal des
Karlstorbahnhofs, in dem er auch Songs seines neuen Albums „Third
Gender“ vorstellte, war für mich zweifelsfrei das Highlight des
Festivals. Najafi erhebt gemeinsam mit dem Publikum seine Stimme, die
begleitet wird von Melodien zwischen Rock, Blues, HipHop und
Jazz.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Das Iranische Theaterfestival kann einen wichtigen
Beitrag für den interkulturellen Austausch in Heidelberg und der
Region leisten. Leider gelingt es noch nicht das Festival für ein
breites Publikum zu öffnen, sodass die iranische Exil-Community hier
noch immer sehr unter sich bleibt. 
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Ich würde mir diesbezüglich
eine konzeptionelle Neuausrichtung wünschen, die verstärkt auf
Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft setzt,
etwa durch deutschsprachige Stückeinführungen, Diskussionsrunden
und neue Kooperationspartner. Das wäre aus meiner Sicht ein Gewinn
für alle.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Vielleicht
beim 14. Iranischen Theaterfestival 2020?	
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Möglich gemacht
wurde das Festival durch die Mitarbeiter/innen der Spielstätten und
den tatkräftigen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer/innen.
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    
Euch
und allen Teilnehmern des diesjährigen Festivals ein herzliches
Merci - مرسی .
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    Kai Sauter
    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
    ¹ Vgl. 
    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.bz-berlin.de/welt/26-jaehrige-frau-im-iran-gehaengt"&gt;&#xD;
      
                      
      https://www.bz-berlin.de/welt/26-jaehrige-frau-im-iran-gehaengt
    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
    ;
  
    
                    &#xD;
    &lt;a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/reyhaneh-jabbari-mutter-von-zum-tode-verurteilter-im-interview-a-996622.html"&gt;&#xD;
      
                      
      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/reyhaneh-jabbari-mutter-von-zum-tode-verurteilter-im-int...
    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
    ;
  
    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-hinrichtung-von-reyaneh-jabbari-iran-rechtfertigt-sich-fuer-menschenrechtsverletzungen/10906046.html"&gt;&#xD;
      
                      
      https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-hinrichtung-von-reyaneh-jabbari-iran-rechtfertigt-sich-fuer...
    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
    ;
  Shole Pakravan: 
    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.instagram.com/shole_pakravan/?hl=de"&gt;&#xD;
      
                      
      https://www.instagram.com/shole_pakravan/?hl=de
    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
    
  (letzer Aufruf der Links: 18.02.2019).
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 22 Feb 2019 17:45:40 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Laudatio der Studierenden-Jury 2018</title>
      <link>https://www.theaterverein-hd.de/die-laudatio-der-studierenden-jury-20185f2ae1db</link>
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Dunkelheit, Leere. Dann Licht,
drei Körper auf der Bühne. Sprache wird raumgreifend, geht zum
Zuschauer über, wird zum Teppich, wird Netzwerk.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    Warum hat uns das interessiert?
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Drei Frauen
bringen ihre Ängste und existenziellen Fragen zum Ausdruck, sie
plaudern, debattieren und klagen  in 14 verschiedenen Sprachen. 
Nicht immer ist die Sprachcollage verständlich, auch wenn mit Google
übersetzt und eine “Translation“ geboten wird.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Autobiographisches ist dann
interessant, wenn wir uns selbst darin erkennen. Die teilbaren
Gefühle, existenziellen Fragen und menschlichen Ängste sind
verbindendes Element. Wer bin ich, wer soll ich sein und wen
interessiert das?
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Was soll Theater? Innerhalb von
60 Minuten Grenzen aufzeigen und aufbrechen. Sprach- und
Landesgrenzen werden deutlich, Zuschauer mit der eigenen Unfähigkeit
zu verstehen konfrontiert. Die Körpersprache schafft trotz der
nationalen Sprachbarrieren eine Verbindung zwischen Menschen (für
alle zugänglich).
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Neben den Sprachgrenzen
durchbrechen die Darstellerinnen auch die Grenze zum Publikum, indem
sie Zuschauer auf die Bühne holen mit der Bitte um emotionale
Zuwendung. 

  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Angst ist universal. Sie
definiert uns, ist allgegenwärtig. Das Ensemble schafft es, die
kleinen Ängste in den großen zu verorten. Der Griff an das
Portemonnaie, wenn der Roma-Mann in die U-Bahn steigt, und das
Geständnis, nicht zu wissen, wie man eigentlich Portemonnaie
schreibt.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Mag die Bühne ein noch so
geschütztes, hermetisch abgeriegeltes Universum sein, so ist und
bleibt es eindrucksvoll, wie die drei Schauspielerinnen Ängste
überwinden und sich emotional vor uns entblößen.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Die Performance Gruppe
„NomerMaids“ greift in ihrem Namen ebenso wie in ihrer
Inszenierung feministische Bezüge auf, trägt aufgemalten
Schnurrbart als Symbolik eines überkommenen Systems, karikiert
männliche Vorherrschaft und veranschaulicht auf unkonventionelle Art
den Konflikt zwischen individuellen Ansprüchen und
gesellschaftlichen Erwartungen, zwischen Selbst- und Fremdbestimmung.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    14 Sprachen, drei Frauen und eine
Frage: Der Heidelberger Studentenkuss 2018 geht an „Wann hast du
das letzte Mal auf der Spitze eines Berges Sex gehabt?“.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 16 Dec 2018 14:54:50 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Reise quer durch die Theaterlandschaft</title>
      <link>https://www.theaterverein-hd.de/reise-quer-durch-die-theaterlandschaftbf38d30e</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Die Studierenden-Jury zum diesjährigen Festival

                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Zum 21. Mal
feierte Heidelberg in den letzten Wochen das jährliche
Theaterfestival. Diesmal reisten zu diesem Anlass acht freie Bühnen
aus Deutschland und der Schweiz an, um ganz unterschiedliche
Produktionen darzubieten, sich im Wettbewerb zu messen und
schließlich dem Urteil der Fach-, Publikums- und Studierenden- Jury
zu stellen.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Wir – eine
Gruppe von zehn theaterbegeisterten Studentinnen und Studenten aus
allen Semestern und Fächern – bildeten die studentische Jury unter
der Leitung von Professor Dr. Karin Tebben vom Germanistischen
Seminar der Heidelberger Universität. In vorbereitenden Seminaren
und an so manchem Abend trafen wir zusammen, um über das auf der
Bühne zu Erwartende und Dargebotene zu diskutieren. Schließlich
sollten wir uns auf einen gemeinsamen Favoriten einigen; angesichts
der beeindruckenden Vielfalt an Darstellungsformen und Inhalten war
dies alles andere als einfach. In nur zehn Tagen bekamen wir von
klassischem Sprechtheater über Puppenspiele bis hin zu
Theatercollagen alles zu sehen. Auch thematisch nahmen uns die
Ensembles mit auf eine Reise quer durch die Theaterlandschaft: Wir
durchlebten die schwierigen Folgen eines Drogenentzugs („Enter2Esc“),
wurden mit historischen Ereignissen und engagierten Frauen
konfrontiert, die uns auch heute noch als Vorbilder dienen könnten
(„Rosa – Trotz alledem“, „Name: Sophie Scholl“) und einiges
mehr.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
In David
Harrowers „Blackbird“, inszeniert vom Ensemble der Waggonhalle
Marburg, treffen Ray und Una nach sechzehn Jahren wieder aufeinander.
Nachdem er sie, eine damals Zwölfjährige, missbraucht hat, stellt
sie ihn nun zur Rede. Mehr und mehr wird im Laufe des Stücks mit
Zuschauersympathien gespielt, die sich zunehmend von Una auf Ray
verlagern, sodass überlieferte Vorstellungen von Opfer- und
Täterrollen verschwimmen. Immer wieder lässt das Zwiegespräch auf
der Bühne die Zuschauer moralische Prinzipien infrage stellen. Nach
der Aufführung kommt es zu einer intensiven und kontroversen
Diskussion im Publikum: Wer sagt wann die Wahrheit? Wie sind beide
Figuren zu beurteilen? Was sagt es über uns, wenn wir mit Ray
sympatisieren?
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
In „Clockwork
Orange“, basierend auf dem Roman von Anthony Burgess (1962) und der
Verfilmung durch Stanley Kubrick (1971), geht es ebenfalls um
Täterschaft. Das Stück erzählt die Geschichte von Alex, dem
Mitglied der „Droogs“, einer Gang, deren gemeinsame Abende nach
reichlichem Drogenkonsum in vermeintlich sinnlosen Gewaltausbrüchen
enden. Im Verlauf des Stücks wird Alex im Gefängnis scheinbar von
seinen gewaltsamen Neigungen geheilt; er wird aber auch zum Spielball
eines Systems, das bereit ist, den Willen eines Einzelnen zu brechen,
um die Sicherheit vieler zu wahren. Auch hier verwischen die Grenzen
zwischen Täter und Opfer, indem die fünf Schauspieler eine Vielzahl
von Rollen einnehmen. Sind sie zunächst Mitglieder in Alex’ Gang,
übernehmen sie später auch die Rollen von Opfern. Der
Regisseurin,
Charlotte
Sprenger, gelingt es, unterschiedliche Facetten und Formen von Gewalt
zu beleuchten, ohne auch nur einen einzigen Akt der Gewalt auf der
Bühne zu präsentieren. Als Alex einem fragwürdigen Experiment
unterzogen wird, das ihn von seiner Gewalttätigkeit heilen soll,
wird das Publikum Teil des Experiments: Was tun, wenn der einzige
Schauspieler auf der Bühne zehn Minuten lang wortlos ins Leere
starrt? Was ist freier Wille?
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
    
Nach
langem Abwägen fiel die Abstimmung über unseren diesjährigen
Sieger des Festivals, die Performance
Gruppe „NomerMaids“ oder „NoMermaids“, denkbar
knapp aus. Über die Preisverleihung freuten wir uns deshalb, weil
neben dem von uns gekürten Stück „Wann hast du das letzte Mal auf
der Spitze des Berges Sex gehabt?“  mit „Clockwork Orange“
und „Blackbird“ zwei weitere tolle Produktionen ausgezeichnet
wurden, von denen wir uns erhoffen, sie im kommenden Jahr noch einmal
in Heidelberg sehen zu dürfen.
  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/832597cd55954dd2a45891572dac34f6/dms3rep/multi/_DSC3828.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 16 Dec 2018 14:54:48 GMT</pubDate>
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